Simon Garrecht

Schon seit ich als Jugendlicher zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gefunden habe, war es mir wichtig, meine Glaubensüberzeugungen auf ein tragfähiges Fundament zu stellen. Im Austausch mit Menschen aus nicht-christlichem Hintergrund wurde mir früh bewusst, wie bedeutend es ist, nicht nur erklären zu können, was ich glaube, sondern auch warum. So wurde Apologetik zu einer persönlichen Leidenschaft – sowohl für mein eigenes geistliches Wachstum als auch für Gespräche mit Anders- und Nichtgläubigen.

Im Laufe der Jahre durfte ich in ganz unterschiedlichen christlichen und kulturellen Kontexten wertvolle Erfahrungen sammeln. Von klassischer Gemeindearbeit und Jugendarbeit über Gemeindegründungen im urbanen Raum bis hin zum Dienst unter Geflüchteten war ich in verschiedensten Bereichen aktiv. Im Rahmen mehrmonatiger Reisedienste in Indien und Pakistan konnte ich zudem pastorale Leiter im Bereich Apologetik und Evangelisation schulen. Darüber hinaus war ich in interreligiösen und weltanschaulichen Dialogen und Debatten engagiert – u.a. mit Imamen, postevangelikalen Stimmen, Atheisten, Agnostikern sowie Theologen anderer Überzeugung. Diese Gespräche fanden in ganz unterschiedlichen Formaten statt: öffentlich auf Bühnen, digital in Videoformaten oder persönlich im direkten Austausch.

2019 schloss ich mein Studium am Theologischen Seminar Erzhausen mit dem 1. Theologischen Examen ab. 2020 gründete ich das Apologetik Projekt, um Christen in ihrer Glaubensgewissheit zu stärken und sie zu befähigen, ihren Glauben verständlich und überzeugend zu kommunizieren. Nach meinem Vikariat wurde ich 2021 als Pastor im BFP ordiniert. Seit 2023 bin ich zudem im Masterstudiengang „Culture & Theology“ an der Columbia International University eingeschrieben.

Mein Herz schlägt für einen glaubwürdigen, reflektierten Glauben, der sowohl im persönlichen Leben als auch im gesellschaftlichen Diskurs Bestand hat. Die Gemeindearbeit war für mich ein wertvoller Raum, um Menschen in ihrem Glauben zu begleiten und zu stärken. Gleichzeitig habe ich zunehmend den Ruf verspürt, über die klassische Gemeindestruktur hinaus Christen in ihrem Denken und Glauben zu unterstützen. Deshalb habe ich im Juli 2025 meine Pastorenstelle vollständig abgegeben, um mich nun voll und ganz dem Apologetik Projekt widmen zu können.

Die Jahre im Gemeindedienst und damit verbunden die Begleitung von Menschen in den verschiedensten Lebensumständen waren in vielerlei Weise bereichernd für mich und unseren Dienst. Sie helfen mir, Glaubensfragen nicht auf einer rein abstrakten, philosophischen Ebene zu begegnen, sondern den Menschen hinter der Frage wahrzunehmen.

Zu meinen Tätigkeiten beim Apologetik Projekt gehören unter anderem die Produktion von Videoformaten, das Erstellen von Social-Media-Inhalten sowie Vorträge und Schulungen in Kirchen, theologischen Ausbildungsstätten, Jugend- und Hochschulgruppen im gesamten deutschsprachigen Raum.

Gemeinsam mit meiner Frau lebe ich in Stuttgart.

Themen im Überblick

Neben dem Verstehen der eigenen Glaubensüberzeugungen und dem Aneignen von Wissen selbst, ist es im Dialog mit anderen fast genauso wichtig, in der Lage zu sein, dieses auch kommunizieren zu können. Wir wollen uns anschauen wie das auf eine emphatische und überzeugende Weise funktionieren kann.

Biblische Texte lassen sich nicht beliebig in alle Richtungen interpretieren. Wie man bei all den verschiedenen Auslegungen der Bibel einen Durchblick behält und kulturelle, literarische und kirchengeschichtliche Hintergründe mit einbezieht, behandeln wir in diesem Seminar.

Was sagen Islam, Hinduismus und Buddhismus über den Sinn des Lebens? Dieser Frage wollen wir uns widmen und die jeweiligen Antworten der christlichen Perspektive auf die Sinnfrage gegenüber stellen.

Wenn es um den christlichen Glauben geht, sehen viele, auch viele Christen oftmals den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wir gehen gemeinsam durch die großen Eckpfeiler der biblischen Geschichte, sehen dabei welche Weltanschauung sich aus diesen ergeben und stellen diese, anderen, nicht-christlichen Weltanschauungen gegenüber.

Christen, die ihren Glauben missionarisch verkündigend weitergeben sind anders als viele Kritiker behaupten nicht (zwingend) dialogunfähig oder übergriffig. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit kritischen Einwänden gegenüber christlicher Mission.

Wie passen biblische Gewalttexte zu einem liebenden Gott, insbesondere dann wenn Gott in ihnen eine aktive Rolle einnimmt? Wie können wir sie im Licht von Jesus verstehen? Herausfordernden Fragen wie diese werden in diesem Vortrag behandelt.

In diesem Seminar betrachten wir das Fundament moralischer Werte und Überzeugungen aus einer christlichen Perspektive. Wie tragfähig ist ein weltanschaulicher Unterbau von Moral, wenn Gott aus der Überlegung genommen wird? Außerdem wird gezeigt, inwiefern objektive Moral als Indiz für die Existenz Gottes betrachtet werden könnte.

Präsentiert werden hier die theologische Relevanz der Auferstehung Jesu und einige der zentralen Indizien für die historische Glaubwürdigkeit dieses Ereignisses. Außerdem wird auf Alternativtheorien eingegangen und dargelegt, warum wir mit Überzeugung davon sprechen können, dass Jesus von den Toten auferstanden ist.

Wir betrachten inner- und außerbiblische Evidenz, welche die historische Zuverlässigkeit der neutestamentlichen Texte aufzeigen. Dazu gehören archäologische Funde und außerbiblische Texte, aber auch verschiedene Details innerhalb des Neuen Testaments.

Wir betrachten verschiedene islamische Einwände, bspw. angebliche Mohammed-Prophetien in der Bibel, die Kreuzigung Jesu und die Dreieinigkeit und behandeln diese. Darüber hinaus werfen wir einen Blick in islamische Theologie & Geschichte und setzen uns mit der historischen Glaubwürdigkeit der islamischen Religion auseinander.

In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, warum gerade diese Schriften in den neutestamentlichen Kanon aufgenommen wurden – und andere nicht. Wir beleuchten historische Hintergründe, theologische Kriterien und räumen mit populären Mythen zu außerbiblischen Schriften auf.

Wir setzen uns mit den neutestamentlichen Belegen für die Dreifaltigkeit Gottes auseinander. Dabei gehen wir auch durch einige der Einwände, denen trinitarische Christen ausgesetzt sind. 

Wir gehen durch interessante Passagen, aus denen sowohl der Glaube der ersten Christen an die Gottheit Jesu deutlich wird, als auch Jesu Eigenanspruch, der menschgewordene Gott zu sein. Dabei wird auf verschiedene Einwände eingegangen und gezeigt, dass nicht erst spätere Generationen von Christen, an Jesu Gottheit geglaubt haben.

Wie können wir das Evangelium mit Menschen teilen, die davon überzeugt sind, dass es keine Beweise für die Existenz eines Gottes, besonders nicht des christlichen gibt? Darum soll es in diesem Seminar gehen. 

Wir beschäftigen uns mit der Geschichte, den Lehren, Praktiken, Schriften und Strömungen dieser faszinierenden Glaubensrichtung. Dabei werden wir einige gewichtige Argumente betrachten, die man in Glaubensgesprächen mit Mormonen einsetzen kann und betrachten an welcher Stelle der mormonische Glaube von einigen Eckpfeilern der christlichen Lehre abweicht.

Um Muslime mit dem Evangelium zu erreichen, ist es wichtig, ihre Denk- und Lebenswelt zu verstehen. So spielen in der Evangelisation von Muslimen nicht nur theologische Punkte eine Rolle, sondern auch emotionale, familiäre und soziologische. Anhand von Studien, persönlichen Erlebnissen, den islamischen Quellen und vielfältigen Einblicken in die kulturtreibende Kräfte der islamischen Welt, werfen wir einen Blick in das Innenleben von Muslimen.

Was ist Wahrheit? Hat jeder seine eigene, oder ist sie objektiv? Kann jemand davon sprechen, die Wahrheit erkannt zu haben? Sind wir dazu überhaupt in der Lage? Ist es nicht spalterisch und intolerant absolute Wahrheitsansprüche zu stellen? Mit kritischen Einwänden wie diesen und anderen wollen wir uns in diesem Seminar auseinandersetzen und betrachten, wo sich ein Wahrheitsrelativismus selbst widerlegt.

Wir beschäftigen uns mit der Geschichte, den Lehren und Schriften dieser Religionsgemeinschaft. Dabei werden wir einige gewichtige Argumente betrachten, die man in Glaubensgesprächen mit Zeugen Jehovas einsetzen kann und betrachten an welcher Stelle ihre Glaubensüberzeugungen von einigen Eckpfeilern der christlichen Lehre abweichen.

Hier wollen wir uns unseren eigenen Zweifeln stellen und uns Gedanken über einen konstruktiven Umgang mit ihnen machen. Wie können wir damit umgehen, wenn uns Zweifel an der Zuverlässigkeit und Wahrheit der Bibel oder dem Charakter Gottes aufkommen? Wie können wir damit umgehen, wenn uns Gewissheiten in unserem Glauben wegzubrechen scheinen und uns Vorbilder enttäuschen? 

Glauben alle Religionen an den gleichen Gott oder haben zumindest denselben Kern? Führt ein religiöser Absolutheitsanspruch nicht automatisch zu Spaltung und Abgrenzung? Sind die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Glaubensrichtungen nicht wichtiger als deren Unterschiede? In diesem Vortrag soll dafür argumentiert werden, warum diese Fragen zu verneinen sind und der christliche Glaube wird anderen Glaubensrichtungen gegenübergestellt.

„Die Wissenschaft steht im Widerspruch zum (christlichen) Glauben“, „Mir gefallen die Werte der Bibel nicht, also glaube ich nicht an Gott“, „Es gibt so viele verschiedene Auslegungen der Bibel, also kann man sie gar nicht verstehen“ … Denkfehler in diesen und anderen gängigen Aussagen werden in diesem Seminar besprochen. Ziel ist es, Logikfehler zu erkennen und zu benennen sowie überzeugend auf sie antworten zu können.

Wir tauchen ein in die Geschichte, Lehren und problematischen Methoden der religiösen Hochkontrollgruppe mit christlichen Wurzeln. Dabei werden wir verschiedene Wege betrachten, auf denen man Menschen die in dieser neureligiösen Bewegung gefangen sind, zum Nach- und Umdenken bringen kann.

Anhand von Textmanuskripten und historischen Gründen wird gezeigt, warum eine systematische Veränderung des Neuen Testaments ausgeschlossen ist. Es wird dargelegt, dass das Neue Testament nicht verfälscht wurde und die Texte, die wir heute in den Händen halten, denen zur Zeit ihrer Abfassung entsprechen. Viele der häufigsten Einwände zugunsten einer angeblichen Bibelverfälschung werden aufgegriffen und widerlegt.

Aus einer christlichen Perspektive heraus werfen wir einen Blick auf verschiedene Aspekte und Glaubenssätze unterschiedlicher Religionen im Vergleich zum Christentum. Dabei untersuchen wir die vorhandenen Schnittmengen, aber auch, welche essenziellen Unterschiede vorhanden sind.

Was für einen Unterschied macht es ob Gott existiert? Dieser Frage wollen wir uns widmen und genauer betrachten, welche entscheidende Rolle Gott für den Sinn und Wert des menschlichen Lebens, Moral und andere wichtige Bereiche spielt

In systematischer Weise wird ein roter Faden gezogen, von Argumenten für die Existenz Gottes, hin zu Indizien für die Wahrheit der christlichen Weltanschauung in Abgrenzung zu nicht-christlichen Glaubensrichtungen.

Wir wollen uns damit auseinandersetzen, wie wir Menschen begleiten und begegnen können, die dabei sind, ihren Glauben infrage zu stellen. Wie predigen, lehren und begleiten wir Menschen in einer Kultur des Relativismus, der Glaubens-Dekonstruktion und der Postmoderne? Wie gehen wir damit um, wenn Menschen die uns nahe stehen ihren christlichen Glauben infrage stellen?

Q&A Sessions

Q&A Sessions können an das Ende jeder Präsentation angehangen, aber auch als eigenständige Präsentation durchgeführt werden.

Predigten

Es ist möglich, im Rahmen von Gottesdiensten für Predigten anzufragen. Natürlich auch abseit von apologetischen Themen.